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Pressemitteilung "GIZ-Nord warnt vor Vergiftungen durch Versiegelungsspray" 30.03.2006 |
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Hrsg.: Vorstand Bereich Humanmedizin Georg-August-Universität Göttingen Nr. 049 Datum: 30.03.2006, 16:30 Uhr
Bislang bundesweit 31 bekannte Fälle von schwerer Atemnot nach Nutzung von „Magic Nano“
(ukg) Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) warnt weiterhin vor der Nutzung der Treibgas-Versiegelungssprays „Magic Nano Bad & WC Versiegeler" oder „Magic Nano Glas & Keramik Versiegeler".
Zum aktualisierten Sachstand
Im Zeitraum vom Montag, 27. März, bis Donnerstag, 30. März 2006 wurden
den Giftinformationszentren in Deutschland bislang 31 Fälle von zum
Teil schwerer Atemnot nach Anwendung der Versiegelungssprays
mitgeteilt: Davon wurden allein 24 Fälle dem
Giftinformationszentrum-Nord, das für die Länder Bremen, Hamburg,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein zuständig ist, berichtet. Bei
mindestens fünf Patienten entwickelte sich ein toxisches Lungenödem,
das eine stationäre Klinikbehandlung erforderlich machte. Soweit den
beteiligten Giftinformationszentren bekannt ist, kam es in allen Fällen
zu einer Besserung der Symptomatik nach 12 bis 18 Stunden. Subjektiv
empfundene Atembeschwerden hielten allerdings zum Teil länger als zwei
Tage an. Der Hersteller hat inzwischen die Produkte zurückgezogen, die
Vertreiberfirma Rewe Group, Köln, hat die Produkte aus dem Angebot
aller Penny-Märkte entfernt.
In der akuten Alarmsituation
arbeiteten die zwölf Giftinformationszentren in Deutschland, der
Schweiz und Österreich effektiv zusammen, um die Vielzahl der
Vergiftungsfälle zusammenzuführen. Aufgrund dieser verlässlichen
Informationsgrundlage konnten die betroffenen Unternehmen und
Überwachungsbehörden des Bundes und der Länder schnell auf die Vorfälle
reagieren.
Giftinformationszentren haben täglich rund um die
Uhr 24 Stunden Dienstbereitschaft und beraten Bürgerinnen und Bürger
sowie medizinisches Fachpersonal in allen Vergiftungs- und
Vergiftungsverdachtsfällen. Darüber hinaus haben sie eine wichtige
Rolle bei der Überwachung des Vergiftungs-geschehens und tragen zur
Bewertung von Vergiftungsrisiken bei, die häufig durch chemische
Produkte und Medikamente verursacht werden.
Weitere
Informationen: Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen, Hamburg,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein Bereich Humanmedizin - Universität
Göttingen
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http://www.Giz-Nord.de
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