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Vergiftungsfälle durch Versiegelungsspray "Magic Nano" (28.03.2006-29.05.2006) |
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In der Zeit vom 27. März bis 29. Mai 2006 wurden den Giftinformationszentren in Deutschland 89 Fälle von z.T. schwerer Atemnot nach Anwendung der Treibgas-Versiegelungssprays
"Magic Nano Bad WC Versiegeler" oder
"Magic Nano Glas und Keramik Versiegeler"
mitgeteilt *).
65 der 89 bekannt gewordenen Fälle wurden dem Giftinformationszentrum-Nord gemeldet, in der Mehrzahl nach Warnungen in Medien (Stand 29.05.2006).
Weitere 31 Fälle wurden nur der Herstellerfirma gemeldet, so dass in der Summe von ca. 120 Betroffenen mit Atemwegssymptomen ausgegangen werden muss. Andere Produkte des Herstellers waren nicht betroffen.
Bei mindestens sechs Patienten entwickelte sich ein toxisches Lungenödem, das eine stationäre Kliniksbehandlung erforderlich machte, davon ein Fall behandelt im Universitätsklinikum Göttingen. Soweit den Giftinformationszentren bekannt, kam es in allen Fällen zu einer Besserung der Symptomatik nach 12 - 18 Stunden, wobei subjektiv empfundene Atembeschwerden z.T. erheblich länger anhielten (in Einzelfällen bis zu 6 Wochen).
Die Hersteller und Vertreiberfirmen des Produktes sowie die zuständigen Landes- und Bundesbehörden wurden vom GIZ-Nord informiert.
Der Hersteller hat im Laufe des 28.03.2006 die Produkte zurückgezogen, die Vertreiberfirma Rewe Group, Köln, hat die Produkte aus dem Angebot aller Penny-Märkte entfernt.
Die Anwendung des Produktes fand bei den dem GIZ-Nord bekannt gewordenen Fällen an folgenden Tagen statt (Stand dieser Auswertung: 29.05.2006):
Datum
| Anzahl der Fälle
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Mo, 27.03.2006
| 22
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Di, 28.03.2006
| 16
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Mi, 29.03.2006
| 10
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Do, 30.03.2006
| 6
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Fr, 31.03.2006
| 1
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Sa, 01.04.2006
| 2
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So, 02.04.2006
| 1
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Mo, 03.04.2006
| 1
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Di, 04.04.2006
| 1
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Fr, 07.04.2006
| 1
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16.05.2006
| 1
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26.05.2006
| 1
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unbekannt
| 2
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Die
schnelle Reaktion der beteiligten Unternehmen und Behörden wurde durch
eine effiziente Zusammenarbeit der 10 deutschen
Giftinformationszentren, sowie des schweizerischen und des
österreichischen Giftinformationszentrums ermöglicht, die dadurch ihrer
gesetzlichen Aufgabe bei der Überwachung des Vergiftungsgeschehens
gerecht werden konnten.
Am 07.03.2006 war in der Schweiz ein Vergiftungsfall mit Atemnot und
toxischem Lungenödem nach Anwendung des über das Internet bei Mega Vital Shop bezogenenen
Produktes "Finy (Nano) Nr. 1 Versiegler" desselben Herstellers
aufgetreten.
Weitere Informationen und Maßnahmen: - Der Hersteller, die Firma Kleinmann GmbH, hat alle Produkte von Markt zurückgerufen
- Pressebericht über die Mitteilung des Herstellers
- Der Vertrieb von "Finy (Nano) Nr. 1 Versiegler" wurde eingestellt
- Pressemitteilung 150/2006 des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden Württemberg - Pressestelle (28. März 2006):
"Vorsicht vor dem Gebrauch von Pflegemitteln der Firma Kleinmann
Das
Giftinformationszentrum-Nord (GIZ) hat über zehn verschiedene
Vergiftungsfälle nach Anwendung von Pflegemitteln für Glas, Keramik,
Bad und WC informiert Die Firma Kleinmann in 72820 Sonnenbühl
(Landkreis Reutlingen), warnt vor dem Gebrauch von Pflegemitteln für
Glas, Keramik, Bad und WC. Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ) in
Göttingen hat das baden-württembergische Ministerium für Ernährung und
Ländlichen Raum über zehn verschiedene Vergiftungsfälle nach Anwendung
dieser Pflegemittel informiert. Die betroffenen Personen klagten nach
Angaben der GIZ über Atemnot, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Der
Hersteller hat die betroffenen Produkte aus dem Handel genommen. Mit
der beiliegenden Pressemitteilung warnt die Firma vor dem Gebrauch
dieser Pflegemittel und ruft bereits verkaufte Produkte zurück."
- Presseinformation des Saarländischen Gesundheitsministeriums (28.03.2006)
- Presseerklärung des Ministeriums für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz (29.03.2006)
- Presseerklärung Verbraucherministerium Nordrhein-Westfalen (30.03.2006)
- Presseerklärung des Bundesinstituts für Risikobewertung, Berlin (31.03.2006)
- Presseerklärung des Bundesinstituts für Risikobewertung, Berlin (26.05.2006)
*) Um einen Überblick über die Gesamtzahl der Betroffenen und ein möglichst genaues Bild über die aufgetretenen Beschwerden zu bekommen bitte wir alle Personen, die nach Anwendung von MagicNano-Sprays Symptome entwickelt hatten und sich bisher noch nicht in einem Giftinformationszentrum oder bei der Fa. Kleinmann gemeldet haben, um eine kurze
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