GIZ-Nord » Warnmeldungen » Methanol-Vergiftungen durch kontaminierte alkoholische Getränke in Tschechien (11.09.2012)
 

Seit dem 7. September 2012 wurden in Tschechien über 40 schwere Vergiftungsfälle, verursacht durch Methanol-haltige Getränke behandelt. Mindestens 23 Patienten sind bisher verstorben. Offenbar sind verschiedenen Billig-Spirituosen, möglicherweise auch andere alkoholische Getränke, mit Metanol (Methylalkohol) kontaminiert. Methanol kann schwere Hirnschäden und Erblindung verursachen.

Das Giftinformationszentrum in Prag warnt vor dieser Gefahr, die möglicherweise auch Nachbarländer betreffen könnte.

Wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang mit einer Epidemie von Methanolvergiftungen in Polen, die dort seit April 2012 beobachtet wird.

Den Giftinformationszentren und der Dokumentations- und Bewertungsstelle für Vergiftungen beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind in den vergangenen Monaten nur drei Methanol-Einzelfälle aus Deutschland berichtet geworden (2 davon schwere Vergiftungen), bei denen ein Zusammenhang mit den zentraleuropäischen Ereignissen praktisch auszuschließen ist (bisher Rückmeldung aus 5 Giftinformationszentren).