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In der Klinik von Barletta (Süditalien) ist am 24.03.2012 eine 28-j. Patientin verstorben, kurz nach der oralen Verabreichung eines Präparates in diagnostischer Absicht. Mindestens zwei weitere Patientinnen erkrankten schwer und wurden stationär behandelt.

Das verwandte Präparat sollte Sorbitol (Sorbit) enthalten. Die Privatklinik, in der die Patientinnen einem diagnostischen Test unterzogen wurden, hatte das Präparat offenbar über das Auktionsportal Ebay im Internet bezogen. Ebay hat als Reaktion auf den Vergiftungsfall den Handel mit Sorbit gestoppt.

Nach Angabe der Firma sei das Produkt 2010 in Italien hergestellt und auf Reinheit geprüft worden.

Nach Informationen der italienischen Überwachungsbehörden handelt es sich bei dem als Sorbit verkauften Produkt um reines Natriumnitrit:

Toxikologisch-medizinische Zusatzinformationen:

Eine Einnahme von 1.500 mg Natriumnitrit führt zu einer schweren Vergiftung durch Methämoglobinbildung:

Zum Zweck der Diagnose einer Sorbit-Unverträglichkeit werden in der Regel 5.000 mg Sorbit oral verabreicht:

Soweit bekannt sind in Deutschland den Giftinformationszentren keine Fälle mitgeteilt worden (Rückmeldungen an das GIZ-Nord erfolgten aus acht Giftinformationszentren, Stand 2012-09-13).