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Bohnen Was genau ist zu befürchten nach dem Verzehr von Früchten oder Blättern des Kirschlorbeers und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) enthält zu einem vergleichsweise hohen Anteil toxische, Blausäure-freisetzende Glykoside in Blättern und den Samen. Die Pflanze ist daher auf der offiziellen Giftpflanzenliste des Bundesumweltministeriums verzeichnet (siehe z. B.

http://www.giz-nord.de/php/index.php/liste-giftiger-pflanzenarten.html

auf unserer Website).

Diese Liste enthält ausschließlich Pflanzen, die auch bei Aufnahme geringer Mengen an Pflanzenmaterial mittelschwere (wie Kirschlorbeer) bis schwere Vergiftungen verursachen können. Es wird davor gewarnt, diese Pflanzen an Plätzen anzupflanzen zu lassen, die Kindern als Aufenthalts- und Spielort dienen.

Vergiftungsverdachtsfälle mit Kirschlorbeer werden dem Giftinformationszentrum-Nord sehr häufig berichtet, in der Zeit von 1996 bis August 2009 waren es 14 Fälle mit Hautkontakt (nur leichte Reizungen) und 1983 Fälle nach Verschlucken von Pflanzenteilen (durch Menschen).