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Medizinkohle hilft nicht.

Medizinkohle ist kein wirksames Gegenmittel bei verschlucktem Frostschutzmittel. Darauf weist die Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, hin. Die DSH widerruft damit einen Hinweis aus einer Pressemitteilung vom 24. November 2010. ...

 Richtigstellung zur DSH-Presseinformation vom 24.11.2010: Frostschutzmittel: für Autos brauchbar, für Menschen giftig

(die ursprüngliche Pressemeldung hatte zu mehreren prophylaktischen Anfragen verunsicherter Ärztinnen und Ärzte in den Giftinformationszentren geführt.)

Durch das GIZ-Nord geprüfte und ergänzte Hinweise zur Ersten Hilfe bei Vergiftungen mit Frostschutzmitteln aus der DSH-Pressemitteilung:

  1. Sofern bereits Symptomen wie ungewöhnliche Müdigkeit, körperliche Schwäche, Bewusstseinsverlust oder auch starke Unruhe und Erregung sowie heftiges und anhaltendes Erbrechen aufgetreten sind: sofort Rettungsdienst alarmieren (Tel. 112) und Produktbehälter bereithalten
  2. Sofern (noch) keine oder nur leichte Symptome aufgetreten sind: Anruf in einem Giftinformationszentrum. Dabei ebenfalls den Frostschutzmittel-Behälter zur Hand haben, damit das Produkt identifiziert, die Zusammensetzung geklärt und die aufgenommen Dosis abgeschätzt werden kann. 
  3. Bei Augenkontakt oder Hautkontakt: mit Wasser abwaschen oder ausspülen.

Zu beachten ist, dass alle Symptome einer Frostschutzmittel-Vergiftung sich langsam entwickeln, einige schwere Symptome erst nach vielen Stunden.