GIZ-Nord » Warnmeldungen » Bärlauch-Saison 2014: Achtung Verwechslungsgefahr
 

Auch in Norddeutschland sprießt - wie erste Anfragen im Giftinformationszentrum-Nord anzeigen in diesem Jahr bereits im März - der Bärlauch und lockt viele Feinschmecker in die Wälder zum Sammeln für die eigene Küche.

Vorsicht ist allerdings geboten, eine genaue Kenntnis der Pflanze ist für einen ungetrübten Genuss erforderlich: Fast in jedem Jahr kommt es zu Vergiftungsfällen, da giftige "Doppelgänger" als Bärlauch verkannt werden.

Am häufigsten wird das schmackhafte Gemüse mit der giftigen Herbstzeitlose verwechselt, mitunter wachsen beide Pflanzen benachbart im Schatten großer Bäume.

 

Colchicum autumnale, Bot. Garten Göttingen (11-04-09) Die Sendung "Visite" im NDR-Fernsehen hat zuletzt im April 2009 mit Beteiligung des GIZ-Nord über dieses Risiko berichtet. Bärlauch zeichnet sich neben dem charakteristischen Lauchgeruch durch die deutlich gestielten Blätter aus, wohingegen die Herbstzeitlose keine Stiele aufweist.

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Convallaria majalis, Bot. Garten Göttingen (11-04-09) Ebenfalls "stiellos" präsentieren sich z. Zt. die Maiglöckchen (Convallaria majalis), die sehr selten auch mit Bärlauch verwechselt werden:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
(alle Fotos am 11.04.2009 im Alten Botanischen Garten in Göttingen aufgenommen)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Convallaria majalis, Bot. Garten Göttingen (11-04-09)Eine weitere Verwechslungsmöglichkeit könnte schließlich mit dem Gefleckten Aronstab (Arum maculatum) bestehen (vgl. Fallbericht des GIZ Erfurt). Aronstab und Bärlauch wachsen mitunter benachbart an der gleichen Stelle (die Blätter des Aronstabes sind im jungen Zustand mitunter ungefleckt).