GIZ-Nord » Warnmeldungen » Milzbrand nach intravenöser Heroininjektion
 


Aus der Region Aachen in Nordrhein-Westfalen wird ein Fall berichtet, bei dem ein 42-jähriger Mann im Dezember 2009 nach intravenöser Injektion von Heroin in die Kniekehlenregion an Milzbrand (Anthrax) verstorben ist.

Dieser Fall wirkt um so bedrohlicher, da in den letzten Wochen 14 Fälle von Milzbranderkrankungen bei Heroinabhängigen aus Schottland gemeldet wurden, sieben Betroffene verstarben. Ein Kontakt des Mannes aus NRW mit Schottland ist nicht bekannt.

Milzbrand ist hierzulande eine seltene lebensbedrohliche Infektionkrankheit, deren Prognose sich nur durch eine frühzeitige gezielte Antibiotikatherapie beeinflussen lässt.

Vor diesem Hintergrund möchte das Giftinformationzentrum-Nord alle Ärzte, die Patienten mit intravenösem Drogenabusus behandeln, bitten, bei ungewöhnlichen Erkrankungsverläufen rechtzeitig an Milzbrand zu denken.

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