GIZ-Nord » Vergiftungen durch Pilze » Pilzvergiftungen in der Saison 2009
 

knoll1 Informationen aus dem GIZ-Nord

Mitte Oktober war der Höhepunkt der Pilzsaison - und bis Ende November erreichten uns der warmen Witterung wegen viele Anfragen zu Pilzen.

Am häufigsten wurde in dieser Saison der Wiesen-Champignon mit dem Karbol-Egerling verwechselt.

  • Der Karbol-Egerling gilt als unverträglich bis giftig.

Weiterhin haben das GIZ-Nord mehrere Fälle mit Magen-Darm-Beschwerden nach dem Verzehr von Hallimasch erreicht.

  • Bei Hallimasch können die Ursachen der Beschwerden Unverträglichkeit oder unzureichendes Kochen der Pilze sein.

Auch einige - letztlich glücklicherweise unbestätigte - Verdachtsfälle mit dem hochgiftigen Grünen Knollenblätterpilz haben das GIZ beschäftigt.

Bis zum 15.10.2009  wurden registriert und beantwortet:

  • 239 Anfragen zu Pilzen.
  • In 73 Fällen zeigten sich leichte Magen-Darm-Symptome und
  • in 19 Fällen mittelschwere Magen-Darm-Symptome.

In den übrigen Fällen zeigten sich zur Zeit des Anrufes keine Symptome. Eine große Anzahl der Pilze war zur Zeit des Anrufes unbekannt und musste von Pilzsachverständigen identifiziert werden.

Pilze Sammeln kann ein faszinierendes Hobby sein. Zur Vermeidung von Gefahren durch den Verzehr von Pilzen raten wir jedoch dringend davon ab, ohne ausreichende Kenntnis Pilze zu sammeln und zu verspeisen.  Viele Veranstalter bieten Kurse und durch Pilzführungen an, in denen man die notwendige Erfahrung erwerben kann.

Pilze Sammeln ohne Vorkenntnisse, allein gestützt auf mit Abbildungen in Bestimmungsbüchern, ist nach den Erfahrungen des GIZ-Nord lebensgefährlich.