GIZ-Nord » Rauchvergiftungsstudie
 

 

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Das Giftinformationszentrum (GIZ) Nord führt seit Januar 2009 eine industrieunabhängige wissenschaftliche Studie zu Rauchvergiftungen durch, bei der die Unterstützung der deutschen Rettungsdienste benötigt wird.

Untersucht wird insbesondere die Bedeutung des Zyanwasserstoffs („Blausäuregas") bei schweren Brandrauchvergiftungen. Ziel ist dabei unter anderem, auf empirischer Grundlage beurteilen zu können, ob bei diesen Patienten eine präklinische Antidotbehandlung erforderlich sein könnte.

Die besonderen Bedingungen der erforderlichen Vergiftungsanalytik in Verbindung mit dem vergleichsweise geringen Aufkommen dieser Patienten machen es nötig, möglichst viele Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet für die Untersuchung zu erreichen.

Wir bitten daher alle in Deutschland tätigen Notärztinnen und Notärzte, die Patienten mit schwerer Rauchvergiftung präklinisch behandeln, um Entnahme einer Blutprobe und Benachrichtigung des GIZ-Nord in Göttingen.

Wir sind bemüht, den Aufwand für die teilnehmenden Rettungsdienste so gering wie möglich zu halten und haben daher folgendes Vorgehen festgelegt:

  • 1. Sie behandeln im präklinischen Einsatz eine „schwere" Rauchvergiftung (d.h. mindestens deutliche Bewusstseinsstörung oder Herz-/Kreislaufstörung)
  • 2. Sie asservieren möglichst frühzeitig nach Anlage des periphervenösen Zugangs eine gewöhnliche Menge Laborblut (ca. 5mL, Heparin- oder EDTA-Röhrchen oder Einmalspritze, nach Möglichkeit etwas Heparin zusetzen)
  • 3. Sie lagern die Blutprobe nach Abschluss des Einsatzes in einem Kühlschrank (nach Möglichkeit in einer ständig besetzten Einrichtung, z.B. der aufnehmenden Klinik)
  • 4. Sie melden sich umgehend telefonisch im GIZ Nord (rund um die Uhr erreichbar unter den bekannten Rufnummern, z.B. 0 55 1 / 38 31 80 oder 0 55 1 / 19 240)

    Vom GIZ wird sodann umgehend die Abholung der Probe organisiert und ein Fragebogen zur Situation des Patienten und des Ereignisses zur Verfügung gestellt.

    Treten Sie bitte auch mit uns in Kontakt, wenn im Einzelfall keine Blutentnahme möglich war. Für diesen Fall steht hier ein gesonderter Fragebogen zum Download zur Verfügung.

    Die Pilotphase wurde erfolgreich abgeschlossen, sodass die Studie nun bis auf Weiteres fortgesetzt werden kann; Weitergehende und aktuelle Informationen zu dem Forschungsprojekt finden Sie hier .

    An einem intensiven Austausch mit interessierten Rettungsdiensten ist uns sehr gelegen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema Rauchvergiftungen und entsenden bei Interesse auch einen Mitarbeiter zu Ihren regionalen Konferenzen oder Fortbildungsveranstaltungen. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Bei Fragen bezüglich der Behandlung von akuten Vergiftungen hilft Ihnen wie üblich die Giftberatung Ihres regionalen GIZ weiter (Liste der Giftinformationszentren in Deutschland)