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Nr. 62 Datum: 25.09.2003

Hrsg.: Vorstand Bereich Humanmedizin Georg-August-Universität Göttingen


Vorsicht! Holunderbeeren!

Giftinformationszentrum warnt vor dem Genuss der rohen Früchte

(ukg) Über 40 Fälle von Holunderbeer-Vergiftung, darunter 37 Kinder, wurden in diesem Jahr bereits im Giftinformationszentrum-Nord gezählt. Normalerweise gibt es 40 bis 45 Anfragen im Jahr zu Vergiftungserscheinungen nach dem Genuss von Holunderbeeren. Seit dem Jahr 2000 wurden insgesamt 111 Fälle registriert, bei denen die Beerenmahlzeit zu teils heftigen Magen-Darm-Beschwerden führte.
Seit Mitte August gibt es fast täglich Anfragen zu Holunderbeeren beim GIZ-Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen.
Meist haben Kinder die saftigen, reifen Früchte, die in diesem Jahr besonders attraktiv erscheinen, in größerer Menge probiert. Mund und Hände sind tief rot verfärbt. Über die Giftigkeit der Beeren besteht bei den anrufenden Bürgerinnen und Bürgern große Unsicherheit. Oft ist bekannt, dass aus den Holunderbeeren Süßspeisen, Marmelade und Saft hergestellt werden können. Wichtig ist dabei aber eine ausreichende Erwärmung der Beeren, die zum Wirkungsverlust der giftigen Inhaltsstoffe führt. Beim Verzehr roher Beeren oder beim Trinken kalt gepressten Holundersaftes kommt es – vor allem bei Kindern – zu Bauchschmerzen, Übelkeit, wiederholtem Erbrechen und Durchfall.
Das GIZ-Nord warnt deshalb vor dem Genuss roher Holunderbeeren oder kalt gepressten Holundersaftes.
Im Vergiftungsfall ist das GIZ-Nord rund um die Uhr unter Telefon 0551 – 19240 erreichbar.

Georg-August-Universität Göttingen
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