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UMG-Presseinformation Nr. 161 vom 06. November 2014

GIZ-Nord weltweit gefragt

Giftinformationszentrum-Nord legt Jahresbericht 2013 vor: erneut über 36.000 Beratungen und zahlreiche internationale Projekte; Anfragen aus Europa, Tansania und China.

(umg) Seltene und ungewöhnliche Vergiftungen zu erkennen, gehört zum Tagesgeschäft der Experten des Giftinformationszentrums-Nord (GIZ-Nord) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). In seinem Jahresbericht für das Jahr 2013 informiert das GIZ-Nord auch über neue Gefahren. Insgesamt 36.491 Anfragen zu Vergiftungen haben die ärztlichen Beraterinnen und Berater des GIZ-Nord im Jahr 2013 beantwortet. Der 24-Stunden-Service wurde zu 54 Prozent von Bürgerinnen und Bürgern und zu 46 Prozent von medizinischem Fachpersonal genutzt. „Die Zahl der Anfragen von über 36.000 zeigt, wie notwendig eine fachliche Beratung und der Notfallservice sind. Die Resonanz belegt zudem, wie gut das GIZ in der Bevölkerung und bei den Ärztinnen und Ärzten bekannt und akzeptiert ist", sagt Dr. Herbert Desel, Leiter des GIZ-Nord.

Der Jahresbericht des GIZ-Nord analysiert detailliert die Vergiftungsursachen, die Altersgruppen der Betroffenen und die Schwere der Vergiftungen. Oft sind es Dinge aus dem täglichen Umfeld, die besonders für Kinder gefährlich werden können. Die größte Vergiftungsgefahr für Kindergeht von chemischen Produkten, Arzneimitteln und Pflanzen aus. Bei Erwachsenenüberwiegen klar Vergiftungen mit Arzneimitteln.

Die Hauptaufgabe des GIZ-Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist die Beratung im akuten Vergiftungsfall. Mit dem Jahresbericht und der Erstellung detaillierter Spezialanalysen kommt das GIZ-Nord einer seiner anderen zentralen Aufgaben nach: Es berichtet den Überwachungsbehörden und der Fachöffentlichkeit über die aktuelle Vergiftungssituation.

KOMPETENZ NATIONAL UND INTERNATIONAL GEFRAGT

Das Fachwissen der Giftexperten ist national und international gefragt. Das GIZ-Nord erreichten im Jahr 2013 Anfragen aus Tansania und China. „In mehreren von der Europäischen Kommission geförderten Projekten befasst sich der Giftnotruf Göttingen mit der Gefahr, die von einer Chemikalienausbringung mit potentiell kriminellem oder terroristischem Hintergrund ausgeht", sagt Priv.-Doz. Dr. Andreas Schaper, stellvertretender Leiter des GIZ-Nord.

Das GIZ-Nord war im Jahr 2013 an 42 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. Zahlreiche Einladungen zu internationalen Konferenzen zeigen, wie gut die Institution auch im internationalen Umfeld anerkannt ist. „71 Mal berichteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GIZ-Nord in Kliniken und auf wissenschaftlichen Kongressen über Themen wie Rauchgasvergiftungen, Drogennotfälle, Vergiftungen mit Giftpilzen und Haushaltschemikalien, toxikologische Laboranalytik sowie die Auseinandersetzung mit chemischen Kampfstoffen“, sagt Dr. Martin Ebbecke, stellvertretender Leiter des GIZ-Nord.

Weitere Informationen, die aktuellen und die bisherigen Jahresberichte sowie verschiedene Warnmeldungen über aktuelle Vergiftungsgefahren sind abrufbar über die Internetseite: www.giz-nord.de

Die meisten Anfragen erreichen das GIZ-Nord über die Notrufnummer 0551 / 19240. Vorsorgliche Anfragen können auch per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) übermittelt werden.

 

 

WEITERE INFORMATIONEN

Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord)

Dr. Martin Ebbecke, Priv.-Doz. Dr. Andreas Schaper,

Dr. Herbert Desel, Leiter des Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord)

Telefon 0551 / 38 31 80

Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

www.giz-nord.de