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Presseinformation "Vergiftungen erkennen und behandeln" (05.09.2011)

Das Giftinformationszentrum-Nord an der Universitätsmedizin Göttingen veranstaltete in diesem Jahr erneut bundesweiten Kurs "Klinische Toxikologie" vom Montag, dem 5. September 2011, bis Freitag, dem 9. September 2011, in Göttingen

Wie lassen sich akute Vergiftungen erkennen und behandeln? -- mit dieser Frage beschäftigten sich eine Woche lang, vom Montag, 5. bis 9. September 2011, 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz. Sie haben den Göttinger Weiterbildungskurs "Klinische Toxikologie" für VergiftungsexpertInnen belegt.

Die Teilnehmenden des Kurses kamen zur einen Hälfte aus toxikologischen Abteilungen von Industrieunternehmen, zur anderen Hälfte aus staatlichen Einrichtungen (Universitäten, Forschungsinstituten, Bundesämtern). Göttinger Expertinnen und Experten aus dem Giftinformationszentrum Nord (GIZ Nord) und der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen gaben ihr Wissen über Vergiftungen weiter.

Der Kurs fand in diesem Jahr zum elften Mal im Rahmen der berufsbegleitenden Weiterbildung zum Fachtoxikologen/zur Fachtoxikologin der Gesellschaft für Toxikologie (gt, in der Deutschen Gesellschaft für klinische und experimentelle Pharmakologie und Toxikologie = DGPT) in Göttingen statt. Dabei stand Lehrreiches über Vergiftungen mit Arzneimitteln, Pflanzen und Lösemitteln auf dem Programm. Die Aus- und Weiterbildung von Toxikologinnen und Toxikologen hat in den letzten Jahren aufgrund der hohen Anforderungen der neuen europäischen Chemikaliengesetzgebung an Unternehmen erheblich an Bedeutung gewonnen.

"An dem Kurs nahmen auch in diesem Jahr vorwiegend Biologen, Chemiker und Pharmazeuten teil, die sich mit der Erforschung von Vergiftungsmechanismen oder mit der Bewertung von Vergiftungsrisiken beschäftigen. Sie lernen in diesem Kurs die klinisch-medizinischen Aspekte akuter Vergiftungen praxisnah kennen.", sagt Dr. Herbert Desel, Leiter des Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ Nord).

Der Kurs besteht aus 17 Vorträgen, die von bundesweit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Universitätsinstituten und Giftinformationszentren gehalten werden. In einem Praktikumsteil befassten sich die Teilnehmenden mit ausgewählten Vergiftungsfällen, die sie selbstständig bearbeiten und erläutern. Der Kurs wurde mit einer schriftlichen Prüfung und einem Zertifikat abgeschlossen. Wer bestand, dem wurden "grundlegende Kenntnisse in der Klinischen Toxikologie" bescheinigt.

WEITERE INFOMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen Giftinformationszentrum-Nord
Dr. Herbert Desel, Dr. Martin Ebbecke, Dr. Andreas Schaper,
Telefon 0551/39-22 132, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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