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Der Ricinusbaum ist als eine der giftigsten in Norddeutschland im Freien wachsenden Pflanzen auf der offiziellen Giftpflanzenliste verzeichnet.

Es wird davor gewarnt, die gelisteten Pflanzen an Plätzen anzupflanzen oder aufwachsen zu lassen, die Kindern als Aufenthalts- und Spielort dienen.

Das GIZ-Nord hatte sich im Jahr 2001 intensiv mit der Giftigkeit dieser Pflanze beschäftigen müssen, da es in die Aufklärung einer Epidemie von Vergiftungen bei Hunden in Norddeutschland eingebunden war:

In der Zeit seit Januar 1996 bis Juli 2010 wurden uns beim Menschen insgesamt 22 Vergiftungs- oder Vergiftungsverdachtsfälle durch Wunderbaum mitgeteilt. In mindestens zwei dieser Fälle traten mittelschwere Vergiftungssymptome auf, die zu stationäre Krankenhausbehandlung führten (blutiger Durchfall bei einem 6-jährigen Mädchen nach Verschlucken einer "handvoll" Rizinussamen, lang anhaltender Durchfall nach Verschlucken von 8 - 10 Samen bei einer 59-j. Patientin).

Nach allgemeiner Einschätzung geht die toxische Wirkung vorwiegend von den Samen der Ricinus-Pflanzen aus. Auch die übrigen Pflanzenteile können jedoch toxische Stoffe enthalten (vgl. PoisIndex-Datenbank 2010, Hager ROM 2008).

ricinus_28-07-07