GIZ-Nord » Kostenerhebung für Fachanfrager
 

Das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) ist seit 1996 das von den Trägerländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein offiziell benannte Beratungszentrum für die Diagnose und Behandlung von Vergiftungen.

Die Akzeptanz des GIZ-Nord spiegelt sich in jährlich steigenden Anfragezahlen wieder. So werden täglich ungefähr 100 Beratungen durchgeführt. Annähernd 40% der Anfragen erreichen das GIZ-Nord aus Krankenhäusern.

Bisher wurden alle Beratungen weitgehend aus Steuermitteln finanziert und waren für alle Anfrager kostenfrei.

Um den ärztlichen Service bei steigender Nachfrage weiterhin in gut erreichbarer und kompetenter Form rund um die Uhr gewährleisten zu können, sind ab 2011 zusätzliche finanzielle Mittel notwendig, die nicht mehr vollständig aus den Haushalten der Trägerländer gedeckt werden können.

Die Trägerländer haben daher im Jahr 2010 der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), bei der das GIZ-Nord lokalisiert ist, den Auftrag erteilt von institutionellen Fachanfragern, zu denen insbesondere Krankenhäuser gehören, einen deckenden Kostenbeitrag für die Nutzung des Services zu erheben.

So stellt das GIZ-Nord seit 2011 Beratungsanfragen aus Krankenhäusern in Rechnung. Dies geschieht entweder in Form von Einzelabrechnungen oder über individuelle Pauschalnutzungsverträge.

Anfragen aus der Bevölkerung sind weiterhin für die Anrufenden kostenfrei.

Trotz der Kostenerhebung für Fachanfrager hat die Akzeptanz unseres Beratungsangebots seitens der Krankenhäuser nicht gelitten, die einträchtige Zusammenarbeit hält unvermindert an.

Für das uns entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns herzlich bedanken.