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Umgang mit zerbrochenen Energiesparlampen (23.11.2011/28.08.2012)

Die Giftinformationszentren in Deutschland werden seit Anfang 2011 in einer stark zunehmenden Häufigkeit zum Vergiftungsrisiko befragt, das durch das Zerbrechen einer Kompakt-Leuchtstoffröhre (CLL, Energiesparlampe im engeren Sinne) hervorgerufen wird - allein das GIZ-Nord in mehr als 300 mal.

Fälle mit leichten Symptomen (am häufigsten Schnittwunden, aber auch Unwohlsein) werden gelegentlich gemeldet, behandlungsbedürftige Vergiftungen traten nicht auf.

Die Wissenschaftliche Kommission für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission (Scientific Committee on Health and Environmental Risks, SCHER) hat ein Gutachten zum Vergiftungsrisiko für Kinder durch den Kontakt mit Quecksilber aus zerbrochenen Kompakt-Leuchtstoffröhren (Energiesparlampen) erstellt, das im März 2012 veröffentlicht wurde:

Darin kommt die Kommission zum Schluss, dass es unwahrscheinlich ist, dass durch die Aufnahme von Quecksilber, das durch eine zerbrochene Leuchtstoffröhre an die Raumluft abgegeben wird und sich auf Oberflächen innerhalb des Raumes niederschlägt, ein Gesundheitsrisiko gegeben ist.

  • "It is unlikely that indirect intake of Hg released into the room from a broken CFL and deposited on room surfaces will represent a health risk, specifically when venting is performed quickly."

Ergänzende Verbraucherempfehlungen:


 

Die Osram AG hat im Oktober 2011 eine Studie zur Quecksilberbelastung von Raumluft und Bodenoberfläche durch Zerbrechen von energiesparende Kompaktleuchtstoffröhren veröffentlicht (1) und auf der Grundlage dieser analytischen Untersuchungen Vorschläge für die sichere Handhabung eines Lampenbruchs erarbeitet.

Die Empfehlungen waren auf der Website der Fa. Osram zugänglich, beim letzten Prüfaufruf allerdings nicht mehr:


(1) M. Gorbacheva: Ermittlung geeigneter Reinigungsmaßnahmen bei Bruch quecksilberhaltiger Kompaktleuchtstofflampen (CFL). Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 71 (10), 459-463