GIZ-Nord » Daten zum Vergiftungsgeschehen » Anstieg der Expositionsfälle mit Diphenhydramin im Kindesalter (14.09.2012)
 

Aufgrund einer Anfrage der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat das GIZ-Nord die ihm berichteten Vergiftungs- und Vergiftungsverdachtsfälle mit Diphenhydramin und dem eng verwandten Wirkstoff Dimenhydrinat (Diphenhydramin-8-chlortheophyllinat) ausgewertet. Dabei wurde in der Altergruppe der Kinder bis 9 Jahre ein starker Anstieg von 12 Fällen im Jahr 1996 auf 80 Fälle im Jahr 2011 festgestellt (während die Fälle im Jugend- und Erwachsenenalter im Untersuchungszeitraum weitgehend stabil blieben).

Die Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin beschäftigt sich intensiv mit diesem Problem und möchte Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen, um die Entwicklung und die Hintergründe für Veränderungen besser beschreiben zu können.

Presse- und Fachveröffentlichung zum Thema (letzter Prüfabruf 2012-09-14):

In Ergänzung zum Ärzteblatt-Beitrag sei darauf verwiesen, dass bei Verdacht auf nicht indizierte Verabreichung eine Untersuchung auf Antihistaminika im Urin oder Blut in vielen toxikologischen Laboren möglich ist. Aufkünfte über diese Labors geben die Giftinformationszentren.