GIZ-Nord » Daten zum Vergiftungsgeschehen » Ärztliche Meldungen bei Vergiftungen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen
 

Meldepflicht bei Vergiftungen

Wortlaut des Chemikaliengesetz, § 16e, Absatz 2:

  • "Wer als Arzt zur Behandlung oder zur Beurteilung der Folgen einer Erkrankung hinzugezogen wird, bei der zumindest der Verdacht besteht, dass sie auf Einwirkungen gefährlicher Stoffe, gefährlicher Gemische, von Erzeugnissen, die gefährliche Stoffe oder Gemische freisetzen oder enthalten, oder von Biozid-Produkten zurückgeht, hat dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
    • den Stoff oder das Gemisch,
    • Alter und Geschlecht des Patienten,
    • den Expositionsweg,
    • die aufgenommene Menge und
    • die festgestellten Symptome

mitzuteilen. Die Mitteilung hat hinsichtlich der Person des Patienten in anonymisierter Form zu erfolgen. § 8 Abs. 1 Nr. 1 zweiter Halbsatz des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) gilt entsprechend.

  • Satz 1 gilt nicht, soweit diese Angaben einem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zu übermitteln sind; dieser hat die Angaben nach Satz 1 an das Bundesinstitut für Risikobewertung weiterzuleiten."

Verfahren der ärztlichen Meldung von Vergiftungen beim BfR

Meldung unerwünschter Wirkungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten

Nach § 6 der Musterberufsordnung für Ärztinnen und Ärzte der Bundesärztekammer sind diese verpflichtet, die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Wirkungen

Verfahren der Meldung von Arzneimittelwirkungen