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Den Hintergrund der Studie bildet die EU-Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung, EU-1272/2008). Diese Verordnung könnte zu einer veränderten Kennzeichnung für viele Verbraucherprodukte ab 2015 führen. Eine Kennzeichnung, die die realen Vergiftungsgefahren einer Exposition stark überbewertet, kann zu nicht erforderlicher medizinischer Behandlung Anlass geben und dadurch indirekt das Risiko für einen Schaden an der Gesundheit des Betroffenen (und die Kosten für das Gesundheitswesen) erhöhen.

Aufbauend auf der vorausgegangenen, retrospektiven MAGAM I-Studie wird in MAGAM II eine prospektive Untersuchung der Augenexpositionen mit Wasch-. Pflege- und Reinigungsmitteln durchgeführt, die eine genauere und vollständigere Erfassung der Expositionsfälle ermöglicht.

Alle Giftinformationszentren, die an MAGAM I teilgenommen haben, sind eingeladen ab Februar 2013 an dieser Folgestudie teilnehmen.